Tavira liegt im Herzen des Sotavento — des „Abseits des Windes", auch Sandalgarve genannt. Diese östliche Algarveküste ist touristisch noch längst nicht so überlaufen wie die Felsenküste westlich von Faro. Vorgelagerte Barriereinseln schützen die Küste vor der vollen Kraft des Atlantiks: Die Ria Formosa — ein UNESCO-Biosphärenreservat — trennt das Festland von den langen Strandinseln und ist Lebensraum für Flamingos, Fischadler und seltene Seevögel.
Wer sich nur wenige Minuten von den Fähranlegern und Übergängen entfernt, findet einsame Strände selbst in der Hauptsaison. Da es eine Atlantikküste mit Ebbe und Flut ist und die Hauptschifffahrtsroute weit draußen verläuft, sind Wasser und Strände außergewöhnlich sauber — kein Teer, keine Ölrückstände, keine Algenpest, keine Quallen. Alle Strände tragen die Blaue Flagge der Europäischen Stiftung für Umwelt für Sauberkeit und Wasserklarheit.
Alle Strände im Überblick zeigt die interaktive Karte am Ende der Seite.
Der Hauptstrand der Region und schönste Anlaufpunkt für alle Gäste. Die Ilha de Tavira ist eine über 11 km lange Sandbarriereinsel mit weißem, feinem Sand, türkisblauem Wasser und Sanddünen statt Felsenklippen — eine seltene Kombination in der Algarve. Das Wasser ist seicht und sauber, der Strand weitläufig genug, um auch im Hochsommer einen ruhigen Flecken zu finden. Wer 10 Minuten in Richtung Westen spaziert, hat den Strand oft ganz für sich.
Infrastruktur: Sonnenschirme & Liegen mietbar (~15 €/Tag), Restaurants, Bars, Duschen, Rettungsschwimmer im Sommer, Wassersport (Jetski, Bananenboot).
Anfahrt — drei Wege:
Der romantischste Strand der Region — mit einer Geschichte, die man nicht vergisst. Praia do Barril war einst ein bedeutendes Thunfischerdorf. Heute stehen noch die alten Fischerhäuser, umgebaut zu Cafés und Restaurants direkt am Strand. Das Wahrzeichen: der Ankerfriedhof — über 100 verrostete Schiffsanker stecken im Sand der Dünen, stilles Denkmal für die Thunfischerei vergangener Zeiten.
Der Strand selbst ist breit, ruhig und weniger besucht als Ilha de Tavira — ideal für alle, die Strandurlaub ohne Gedränge suchen.
Infrastruktur: Restaurants & Bars in den ehemaligen Fischerhäusern, Duschen, Sonnenschirme, Rettungsschwimmer im Sommer.
Anfahrt:
Ein ruhigerer Geheimtipp östlich von Tavira. Cabanas de Tavira liegt direkt am Ufer der Lagune — eine kurze Fähre bringt einen auf den gleichnamigen Inseldorf-Strand. Weniger Infrastruktur, mehr Ursprünglichkeit. Das Wasser ist hier besonders warm, da die Lagune die Sonne stärker speichert.
Infrastruktur: Strandcafés, Duschen, Rettungsschwimmer im Hochsommer.
Anfahrt:
Einer der schönsten und ursprünglichsten Strände der Algarve — von Condé Nast Traveler unter die weltbesten Strände gewählt, vom Guardian in den Top 10 der europäischen Geheimtipps gelistet. Das malerische Dorf Cacela Velha thront auf einem Hügel mit Panoramablick über Lagune und Strand. Das Wasser ist seichter und wärmer als anderswo, Sandbänke und Tideninseln entstehen je nach Ebbe und Flut neu.
Cacela Velha selbst ist winzig — eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert, ein Dutzend Häuser, ein kleines Maurenfort und der atemberaubende Blick. Ein Besuch vor oder nach dem Strandtag ist Pflicht.
Infrastruktur: Kleines Strandcafé, Sonnenschirme mietbar, Rettungsschwimmer im Hochsommer. Snacks und Wasser mitbringen empfohlen.
Anfahrt:
Der bequemste Strand der Region — direkt mit dem Auto erreichbar, großer Parkplatz, Restaurants und Bars direkt am Strand. Manta Rota liegt knapp 30 km östlich von Tavira nahe der spanischen Grenze. Kein Fährboot, kein Miniaturzug — einfach hinfahren und loslegen.
Infrastruktur: Mehrere Restaurants & Bars, Sonnenschirme, Rettungsschwimmer, Wassersport, Parkplatz (kostenpflichtig im Hochsommer).
Anfahrt: